Inhalt



Urlaub in Kenia 2011

8. Juli: Reise nach Kenia

9. Juli: Ankunft in der "Red Elephant Safari Lodge"

9. Juli: Gärtnerführung durch die Lodge

Beobachtungen am Wasserloch

10. Juli: Besuch im Dorf

10. Juli: Erste Fahrt in den Tsavo-East Nationalpark

11. Juli: Frühpirsch in den Park

11. Juli: Zweite Pirsch am Abend

12. Juli: Besuch bei den Massai

12. Juli: Lokale Entwicklung

12. Juli: Schule und Lagerfeuer

13. Juli: Zum Amboseli-Park

14. Juli: Amboseli-Park

15. Juli: Salt Lick Lodge

16. Juli: Afrikanisch Kochen

16. Juli: Eine Fahrt nach Voi

17. Juli: Kirchenbesuch und Ausflug nach Wundanyi

18. Juli: Besuch bei einer Sisal-Fabrik

18. Juli: Fahrt nach Mombasa

19./20. Juli: In der Diani Beach

20. Juli: Besuch in Ukunda

20. Juli: Besuch in Ukunda Teil 2

21. Juli: Ausflug nach Wasini Island Teil 1

21. Juli: Ausflug nach Wasini Island Teil 2

22./23. Juli: Ein Kenia-Urlaub geht zu Ende




Zu unseren anderen Reiseberichten, Impressum etc.

18. Juli: Besuch bei einer Sisal-Fabrik

Ein letztes Frühstück, dann wird’s Zeit, sich zu verabschieden. Das gesamte Personal steht Spalier, singt noch einmal „Kilimandscharo“ und tanzt ausgelassen im Kreis herum. Natürlich muss ich mitmachen. Ob wir nicht noch länger bleiben wollen, sie hätten uns ins Herz geschlossen. Wir auch. Aber Mombasa ruft.

Kenias Außenhandel

Kenia lebt vom Kaffee- und Tee-Export, von der Industrie (Maschinen- und Fahrzeugbau, Textil und Bekleidung, Ernährung und Genussmittel) und vom Tourismus (Nationalparks und Wildreservate). Der Handel mit Elfenbein und der Abschuss von Elefanten ist verboten, was größtenteils auf das Engagement von Richard Leakey zurückzuführen ist. Gegen Ende der 1990er-Jahre konnte im gleichen Maße, wie der Kaffee an Bedeutung verlor, die Blumen-Industrie gewinnen. Kenia hat 2003 Israel als größten Blumenexporteur der Welt abgelöst und konnte 2005 seinen Marktanteil am europäischen Blumenmarkt auf 31 % ausdehnen. Aus der Viehwirtschaft kommen Butter, Fleisch, Häute und Felle in den Export. Quelle: Kenia bei wikipeida
Auf dem Hinweg besuchen wir noch gemeinsam mit der deutschen Gruppe eine Sisal-Fabrik. Unglaublich, hier ist die Zeit stehen geblieben. Noch immer laufen die Maschinen aus der Kolonialzeit. Viele Männer am Förderband, sie sortieren die Bündel, der Saft quillt aus den Blättern, die werden von Hand zusammengebunden, auf Wäscheleinen zum Trocknen aufgehängt, eine Lore beladen, die von Hand geschoben werden muss. Aus Sisal werden Seile hergestellt und Polstermaterial für Matratzen, Sofas oder Winterjacken.

Barfuß schleppt eine kleine schmale Frau tief gebückt ein riesiges Bündel auf dem Rücken durch die Halle und lädt es ab auf die Waage. Es ist so groß,dass es herunterzufallen droht. Zu dritt stehen wir daneben, drei weiße Frauen, und schaffen es kaum, das Bündel so auszurichten, dass es gewogen werden kann. Satte 80 kg, stellen wir fest, hat diese zierliche Frau herumgeschleppt. Schon kommt die nächste angewankt. Erschüttert schauen wir uns an. Was sie verdienen? 150 KSH am Tag, ca. 1,20 Euro.



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