25. September: Marseille Marseille – Palma de Mallorca. 292 Meilen. Fahrtzeit: 16:30 Stunden |
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Frühmorgens landen wir in Marseille. Hier haben wir einen Halbtagsausflug gebucht. Um 6.00 Uhr klingelt das Handy zum Wecken. Zeit genug bis 7.30 Uhr, uns fertig zu machen. Ein Blick in den Spiegel, Gel in die Haare geschmiert. Das muss für heute reichen. Diethard schält sich aus den Decken: „Schatz, holst du einen Föhn? Ich glaube, so kann ich nicht unter die Menschheit.“ Stimmt, also hoch zur Rezeption. Ja, ich finde sie auf Anhieb und zeige unterwegs lässig anderen Leuten den Weg. „10 Euro, please“, sagt die freundliche Dame an der Rezeption. Und Ihre Bordkarte.“ Grrr, also wieder zurück in die Kabine. 10 Euro geschnappt, die Bordkarte geholt, wieder gewartet, bis die ungeduldigen Touristen vor mir ihre Beschwerde vorgebracht haben. Offensichtlich ist ein neuer Schwung Gäste angekommen. Verwirrte Gesichter, suchende Blicke. Aber jetzt. Ich komme mit meiner Beute zurück – bald darauf sind wir startbereit. Ist ja noch jede Menge Zeit, erst 7.45 Uhr. Aber wo gibt’s eigentlich Frühstück? Vor dem Restaurant steht eine Schlange. Was ist los? Noch nicht geöffnet? Die Zeit drängt. Es zeigt sich, dass die Leute immer nur portionsweise reingelassen werden. Sonst gibt’s eine Schlacht am Frühstücksbüfett. Wir nehmen unser Frühstück in Rekordzeit ein, ab zur Aquamarine Lounge, wo wir eingewiesen werden. 8 Busse stehen bereit, für die Deutschen sind die Busse 5, 6, 7 und 8 reserviert. Aha, die Deutschen, Schweizer und Österreicher sind offensichtlich weit in der Überzahl, weil für die anderen Nationalitäten nur jeweils 1 Bus reserviert ist. Als zur nächsten Schlange am Ausgang. „Hast du deine Bordkarte?“ Ja, zum Glück. Die ältere Dame vor mir gerät in Panik. Sie weiß nicht, wo ihre Kabine ist und wie sie so schnell ihre Karte holen soll. Die anderen schlängeln sich weiter, die Treppe herunter. Ab in die Busse. Wir haben Glück mit unserer Reiseleiterin. Angelika ist eine Deutsche und macht ihren Job wirklich gut. Während der Busfahrt erzählt sie uns eine Menge Details über den Hafen und die ehrgeizigen Pläne, was in Marseille alles gebaut wird, und was in der Vergangenheit schon alles „umfunktioniert“ wurde. „Der Luxus früherer Zeiten ist futsch. Heute ist in der berühmten Cannabiere ein C & A Laden drin und entlang der Straße einige sehr bescheidene Ladengeschäfte.“ Marseille ist eine einzige Baustelle, sagt sie. Eine große Herausforderung für den berufstätigen Autofahrer, weil ständig die Strecken geändert werden. Auch mit den Bussen ist es oft schwierig, die Aussichtspunkte anzufahren. Heute haben wir Glück, es ist Sonntag und die Straßen leer. „Werktags in der Rush-hour kommen wir kaum vorwärts. Heute haben wir mehr Zeit für Besichtigungen und es geht viel relaxter zu.“. Erste Station ist das Palais Longchamps. Was hier wie eine große Brunnenanlage aussieht, ist in Wahrheit eine Art gut „versteckter“ Wasserturm, der die Wasserversorgung eines Teils von Marseille sicherstellt. Zugleich dient der pompöse Bau aber auch als Museum. |
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