Fazit und Tipps

Fazit:

  • Diese Reise eignet sich nach unserer Einschätzung gut für Einsteiger, die testen wollen, ob ihnen diese Art des Reisens überhaupt gefällt, ob sie einigermaßen seefest sind, und die sich auf bequeme Art in kurzer Zeit einen Überblick über mehrere Städte verschaffen wollen.
  • Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist gut. Gemessen am Preis wird viel geboten. Die Aquamarine (die im nächsten Jahr verkauft wird und dann „Ariel“ heißen wird), ist 37 Jahre alt, also auch von der Einrichtung her eher gediegen. Es ist kein Traumschiff, aber es kostet auch keinen Traumpreis.
  • Das gilt auch für das Essen. Nach unserer Einschätzung war das Essen appetitlich zubereitet und freundlich serviert.
  • Die Shows waren tänzerisch sehr gut gemacht, Profis am Werk, die Kostüme schön und farbenprächtig, die Choreographie teilweise arg verstaubt. Wer Party, Action und pralles Nachtleben sucht, ist hier eher fehl am Platz. Wobei das sicher stark vom Publikum abhängig ist. Offensichtlich schwankt das Alter stark, wie wir in anderen Reiseberichten lasen.

Tipps:

  • Strom: 110 Volt und amerikanische Stecker. Ein Adapter ist also unbedingt erforderlich für alle Geräte, deren Netzteile auch mit 110 Volt funktionieren (z.B. Laptop, Kamera). Für andere (z.B. Handyladegerät) ist ein Spannungswandler erforderlich. Der Föhn von zu Hause funktioniert also allenfalls mit halber Leistung, entweder also von zu Hause mitbringen oder Föhn an der Rezeption gegen Vorlage der Bordkarte und 10 Euro Leihgebühr ausleihen. Kriegt man allerdings nur für eine Stunde, in Spitzenzeiten kann es passieren, dass keiner mehr vorhanden ist.
  • Reiseführer: Da es keinen Reiseführer gibt, der einen Überblick über alle angelaufenen Städte bietet, sollte man sich vorher informieren über die Sehenswürdigkeiten, über die Entfernungen vom Hafen zur Stadt, und über die Transportmöglichkeiten. Die Ausflüge laufen ins Geld (zwischen 22 und 95 Euro) – der Reisepreis kann sich durchaus verdoppeln, wenn man alle Ausflüge mitmachen will. Nach unserer Einschätzung kann man Palma, Malaga und Ibiza schön alleine anschauen. Nach Tanger hingegen sollte man besser nicht auf eigene Faust gehen, weil man sich als Fremder in dem Gässchengewirr schlecht selbst orientieren kann und ständig lästigerweise von selbsternannten Führern angesprochen wird. Die Alhambra – auch wenn der Ausflug mit 95 Euro schon happig ist – hat sich nach unserer Ansicht wirklich gelohnt.
  • Kleidung: Unbedingt auch warme Sachen einpacken, Pullover, Windjacken – während der Fahrt auf Deck kann es kühl werden. Auch was Elegantes mitnehmen. Aber dran denken: Alles muss verstaut werden, der Platz ist in den kleinen Kabinen sehr begrenzt.
  • Kabinenwahl: Mit oder ohne Fenster? Der Aufpreis war bei uns ca. 300 Euro. Da man ja tagsüber auf Ausflügen oder auf Deck ist, lohnt sich das nach unserer Meinung nicht. Übrigens ist das Fenster in der günstigen Preiskategorie auch nur ein Bullauge.
  • Schiffsplan: Der ist im Katalog abgebildet. Wenn man sich den bereits zu Hause schon genauer anschaut, erspart das später viel Sucherei.
  • Lärm: Im untersten Deck über dem Maschinenraum kann es sehr laut werden, im Deck unter der Disco und der Showboatlounge auch. Wir waren in Deck A, das war einigermaßen ruhig.
  • All-Inklusive-Card: Sie kostete auf der Aquamarine 119 Euro pro Person. Dabei müssen allerdings beide aus einer Kabine diese Karte kaufen. Aber Vorsicht: Nicht alle Getränke sind eingeschlossen, auch nicht die Minibar. Ob sich die Karte wirklich lohnt, hängt vom Konsum ab. Ein Bier beispielsweise kostete 4 Euro.
  • Kleingeld: Genügend Münzen mitnehmen fürs Trinkgeld unterwegs – Busfahrer, Reiseleiter etc.

 

 

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