Donnerstag, 16. November 2006 |
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Abschied und RückflugUm 2 Uhr in der Früh ertönt der Wake-Up-Call. Meinen die das wirklich ernst? Jetzt, mitten in der Nacht aufstehen? Diethard macht schnell einen Tee, den wir noch im Bett trinken, um wenigstens einigermaßen zur Besinnung zu kommen. Es ist ja praktisch alles schon gepackt bis auf das Waschzeug. So stehen wir dann tatsächlich um 2:30 an der Rezeption, wo uns der schon von der Ankunft in Mumbai bekannte, etwas mufflige lokale Agent erwartet. Um die Uhrzeit kann man es ihm allerdings kaum verdenken. Aber unser Fahrer, auch wenn man ihm die kurze Nacht ansieht, ist mit einem fröhlichen Gruß zur Stelle. Bis zum Flughafen sind es in der Tat nur ein paar Minuten, so dass wir um kurz vor 3 dort ankommen. Es ist fast nichts los, kein Wunder um diese Uhrzeit, so dass das Einchecken schnell vonstatten geht. Um 5:40 soll der Flieger starten - was machen wir jetzt 3 1/2 Stunden lang? Immerhin funktioniert ja das Internet auf dem Flughafen, und das kostenlos. Und am Reisebericht kann ich auch schreiben. Diethard versucht einen Platz zum Rauchen zu finden: Fehlanzeige. Gab es in Goa die komfortablen Raucherkabinen, konnte man in Udaipur vor die Türe gehen, so geht das hier in Mumbai nicht. Irgendwo soll es ein Restaurant mit einer Raucherecke geben, aber dieses ist sehr abgelegen, praktisch nicht ausgeschildert, und es braucht einige Zeit, bis Diethard es findet. Wir trinken dort eine Hot Chocolade, und dann ist es irgendwann tatsächlich Zeit zum Boarding. Und tatsächlich hebt die Maschine pünktlich um 20 vor 6 ab - na, das sind dann ja gute Aussichten. Zwischenstation ist Delhi. Viele steigen hier aus, neue Passagiere steigen zu, die Maschine wird kurz saubergemacht. 1 1/4 Stunden soll das dauern. Als diese um sind, tut sich nichts, es vergeht eine weitere Stunde, dann rollen wir Richtung Startbahn. Nicht ohne nach kurzer Zeit wieder umzukehren, erzählt doch der Captain etwas von "technical problems". Auch das noch! Doch irgendwann sind auch diese tatsächlich behoben und wir heben ab in Richtung Frankfurt - mit immerhin 2 1/2 Stunden Verspätung. 6220 km oder 8 1/2 Stunden liegen noch vor uns. Der Flieger ist ziemlich leer, man kann es sich also bequem machen. Wir nehmen uns jeder eine ganze Reihe, drei Sitze nebeneinander, und können uns dort richtig ausstrecken. Jetzt aber schlafen! Aber nein, dicht neben uns sind zwei Familien mit kleinen Kindern unterwegs, die nun ihre morgendlichen Schreiübungen durchführen müssen. So bleibt der Schlaf leicht und unruhig und dauert auch nur gute 90 Minuten. Aber auch die restlichen sieben Stunden sind irgendwann mal vorbei, nach vielen gelesenen Buch- und Zeitungsseiten, zwei Essen, mehreren Getränken (hmm, Cola/Whiskey ist auch nicht übel), und dahingeschlummerten Viertelstunden. Dann ist Deutschland in Sicht, und bald beginnt der Anflug auf Frankfurt. Hier ist es freundlich und immerhin 17 Grad warm, was uns gerade recht ist. Das Gepäck ist schnell abgeholt, und die erste Zigarette ist ganz besonders gut... Draußen wartet Marika auf uns, und knappe 2 Stunden später schließen wir die heimische Haustüre auf. Drei herrliche, erholsame, faszinierende Wochen sind vorüber. Wir haben ein neues Land und seine Menschen kennen und schätzen gelernt, und der Gedanke, einmal wiederzukommen und andere Teile dieses Landes zu besuchen, hat sich durchaus schon in unseren Hinterköpfen festgesetzt.
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