Montag, 13. November 2006
Spice Farm und ein Old Goan House

Spice Farm

Inzwischen ist es längst Mittagszeit. Ob wir zur Spice-Farm wollen, fragt Mangesh, das sei ein „very nice place with shadow“, der uns sicher gefällt und wir müssten da auch nix kaufen, versichert Mangesh uns, der inzwischen weiß, dass wir diese Verkaufsläden meiden.

Die Spice-Farm (sahakarifarms.com) entpuppt sich tatsächlich als ein very nice place, mit einem wirklich durchorganisierten Ablauf, und einem stimmigen Preis-Leistungs-Verhältnis. 300 Rupien pro Person kostet der Eintritt (ca. 4 Euro). Wir werden von Mädchen empfangen, die einen einheimischen Tanz vorführen, mit Blüten und Reis beworfen, mit Musik begrüßt und gleich an einen Tisch gesetzt, wo man uns Tee kredenzt und Nüsse. Eine Infomappe liegt auf dem Tisch – hier gibt’s nicht nur Tee und Kräuter zu kaufen, sondern auch Massageöl für mehr Spaß am Sex. Eins für Männer, eins für Frauen. Ob’s hilft?

Nach einer kurzen Ansprache in Englisch beginnt die Führung durch die Plantage. Jetzt wissen wir auch, wo der Pfeffer wächst. Eigentlich hatte ich einen großen Kräutergarten erwartet, aber die Spice-Farm gleicht eher einem Dschungel mit hohen Bäumen und Bananenstauden. Schön fürs Auge, angenehm bei der Hitze. Wer will, kann auch noch auf einem Elefanten reiten. Wir verzichten dankend - das Vergnügen hatten wir ja schon in Jaipur – und schreiten lieber zum Büfett, das im Eintrittspreis enthalten ist und lecker schmeckt.

 

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Old Goan Hause und Bigfoot

Eigentlich sind die vereinbarten fünf Stunden vorbei, aber Mangesh will uns gerne noch das Old Goan House zeigen, ein altes portugiesisches Haus. Das ist wirklich sehenswert und begeistert folgen wir der Führerin durch die möblierten Räume. Dieses Haus strahlt viel Atmosphäre aus. Richtig zum Wohlfühlen – abgesehen natürlich von den sanitären Anlagen.

Gegenüber liegt Bigfoot – eine kleine Zeitreise durch die Vergangenheit, gezeigt an Figuren in einem nachgebauten alt-goanischen Haus. Erinnert ein wenig an den Holiday-Park. Eine riesige Skulptur liegt hier, gehauen aus einem Stein, die im Guiness-Buch der Rekorder verzeichnet ist. Das Ganze ist auf mehreren Terrassen aufgebaut, auf jeder Terrasse empfängt uns ein Führer und erklärt uns in indisch gefärbtem Englisch die Sehenswürdigkeiten.

Doch wir sind nicht mehr so arg aufnahmefähig und freuen uns auf eine kalte Dusche, auf den geliebten Abendspaziergang und das leckere Essen bei Gigi. Morgen ist der letzte Urlaubstag, den wollen wir noch mal genießen.