Montag, 13. November 2006
Panjim und Old Goa

Ausflug in Goa

Zwar sind wir noch ganz von den Eindrücken der Rundreise erfüllt und eigentlich sightseeing-satt, aber natürlich wollen wir auch ein wenig die Umgebung von Goa erkunden. Im Hotel werden verschiedene Ausflüge angeboten, die uns allerdings etwas teuer erscheinen. Daher buchen wir lieber auf eigene Faust einen Fahrer - schließlich stehen ja genügend Taxis vor dem Hotel herum und warten auf Kunden.

Bei Gigi haben wir uns erkundigt, wie viel denn so eine Fahrt kosten dürfe. 1.500 Rupien seien angemessen für einen fünfstündigen Ausflug für Taxi und Fahrer inklusive Trinkgeld, meint er, und wir unser Fahrer ist nach einigem Handeln einverstanden. Das ist weniger als ein Drittel von den Hotelpreisen. Wir haben Glück mit Mangesh, der relativ gut Englisch spricht und aus unseren Wünschen und seinen Vorstellungen ein schönes Programm zusammenbaut und seinen Job gut und geduldig macht. Aus den fünf Stunden werden schließlich fast acht und wir geben ihm später unaufgefordert 2.000 Rupien, was ihn sehr erfreut.

Gegen halbzehn starten wir, zuerst geht’s nach Panjim, eine gute Stunde oder anderthalb sind wir unterwegs, die Hauptstadt von Goa, wo wir die große Kirche „Unbefleckte Empfängis“ besichtigen. Wir suchen noch ein bestimmtes Viertel hinter der Kirche, von dem wir gelesen haben, aber mehrere befragte Einheimische können mit dem Namen nichts anfangen. Dann eben nicht.

 

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Kirchen in Old Goa

Anschließend fahren wir weiter nach Old Goa, um uns die berühmten „Churches“ anzuschauen.

Old Goa liegt am Fluß Mandovi, einige Kilometer hinter dem Meer, und war vor der Inbesitznahme durch die Portugiesen bereits die Hauptstadt eines Hindureiches. Im Mittelalter, zur Zeit der portugisischen Vormachtstellung auf See und den Zeiten des Gewürzhandels über den Seeweg, war Old Goa ein sehr reiches und bekanntes Zentrum des internationalen Seehandels. Vom Hindureich ist nichts in Old Goa übriggeblieben, von den Portugiesen nur die herrlichen Kirchen. Die Hauptstadt wurde im 16. Jahrhundert nach Panjim verlegt.

Die Kirchen sind aber immer noch ein "Muss" für jeden Touristen, auch wenn ihr Zustand nicht der Beste ist. Drei stehen dort nebeneinander, mit eindrucksvollen vergoldeten Altären. Am Eingang stehen zwei alte Frauen, die das Drehkreuz bewegen und dafür von jedem Touristen ein paar Rupien einfordern. Das geht nun schon fast zu weit, und unwillig zücken wir den berühmten "Zehner". Voller Gier reißen die beiden an dem Geldschein mit dem Ergebnis, dass sie beide anschließend einen halben in der Hand haben und ganz schön blöde gucken.

Ein Händler verkauft Bintis - ah, er kann mir zeigen, wie es geht. Bereitwillig macht er dies auf offener Straße, mit Creme, nicht mit Wasser. Jetzt weiß ich Bescheid.