Donnerstag, 9. November 2006
Sightseeing Mumbai Tag 2

Portugiesenviertel

Unser letzter Sightseeing-Tag steht heute an. Aber wir sind so mit Eindrücken aus den letzten beiden Wochen abgefüllt, dass es uns nicht wirklich schlimm vorkommt. Wieder holt uns unsere nette Reiseleiterin ab. Als erstes geht es in das sogenannte Portugiesenviertel. Die Portugiesen, so lernen wir, waren vor den Engländern hier in Indien.

Das Viertel erweist sich regelrecht als beschaulich. Während die Straßen drumherum laut und voller Menschen sind, tauchen wir hier in eine Oase der Ruhe ein, nur wenige Leute sind unterwegs, und es ist im Vergleich zu sonst auffallend sauber. Einige Leute an den Fenstern nicken uns freundlich zu.

Auch hier sind Alt und Neu eng beieinander. Alte Häuser, wie üblich ziemlich heruntergekommen (es werden nur sehr niedrige Mieten von vielleicht 100 Rupien für eine 2-Zimmerwohnung erzielt), dahinter große moderne Wohnblocks. Dies sind alles Eigentumswohnungen, auch die ganzen Vorstädte, die wir gestern gesehen haben, bestehen weitestgehend aus Eigentumswohnungen.

 

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Einkaufsbummel im Crawford-Market

Wir schlendern weiter durch eine der üblichen Marktstraßen. „Hier gibt es schöne Einladungskarten für Hochzeiten und sonstige Feiern“, erklärt Nudan. „Für meine Hochzeit haben wir die Karten auch hier gekauft. Wir haben 550 gebraucht. Es kamen über 1.000 Leute.“

An einer Kreuzung sitzt ein Mann vor einer Kuh und bereitet für sie kloßartige Nahrung zu. Leute kommen vorbei, kaufen diese Klöße und füttern damit die Kuh, die dies sichtlich genießt. Andere gehen nur vorbei und streicheln die Kuh – irgendein Fest ist heute mal wieder, bei dem die heilige Kuh im Mittelpunkt steht. Sowohl die Kuh als auch der entsprechende Nahrungsverkäufer sind mit diesem Tag offensichtlich sehr zufrieden...

Als nächstes geht’s zum Crawford-Market. In einer großen Markthalle gibt’s fast alles: Obst, Gemüse, Gewürze, Kleider, Drogerieartikel, Tiere. Wir bleiben an einem Gewürzstand hängen, wo uns die verschiedenartigsten Gewürze im wahrsten Sinne des Wortes unter die Nase gehalten werden. Sollen wir unseren Kids davon mitbringen? Marcel und Oliver kochen doch gerne. Und so wählen wir schließlich 5 Säckchen Gewürze und 5 Säckchen Tee aus, um die ersten Mitbringsel zu sammeln. Weiter geht’s zur Sari-Straße. Nurdan erzählt, dass sie hier die Saris für die Tanten gekauft hat – es ist bei einer Hochzeit nämlich üblich, Gegengeschenke zu machen.