Samstag, 4. November 2006 |
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Fahrt nach JodhpurEs ist Mittagszeit. Wir haben ja noch gute 300 km nach Jodhpur vor uns. Also steigen wir wieder zu Ashok in seinen Wagen und machen uns auf den Weg. Die Aussicht, 5 oder 6 Stunden unterwegs zu sein, kann uns inzwischen nicht mehr schocken. Ashok fährt wunderbar sicher und zurückhaltend, und mit ein paar Gesprächen, Stops zum Essen oder für einen Toilettenbesuch, dem einen oder anderen Nickerchen und einem spannenden Buch vergeht die Zeit recht schnell. Doch bevor Ashok losfährt, dreht er sich um, grinst übers ganze Gesicht, gratuliert Diethard und überreicht ihm ein hübsch verpacktes Geschenk und mir eine Rose. Wie süß. Eine Ganesha-Figur hat er Diethard geschenkt. Den Gott, der fürs Glück zuständig ist. Diethard wird ihn in Ehren halten. Was uns wohl in Jodhpur erwartet? Es war ja nicht geplant, dass wir hier übernachten. Nur weil unser Flug nach Udaipur statt wie geplant am Nachmittag bereits am frühen Morgen geht, werden wir dort übernachten statt im Wüstenzelt und erwarten ein bescheidenes Ausweichhotel.
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GeburtstagsüberraschungUmso größer ist die Überraschung, als wir mit dem Hotel Ajit Bahwan eine weitere große Perle der indischen Hotels kennen lernen. Ein altes Gebäude aus rotem Sandstein mit viel Atmosphäre und einem prächtigen, fast tropisch anmutenden Garten, einer ganzen Reihe Oldtimer („all in driving condition“). Die anmutige Empfangsdame im hübschen Sari gratuliert zuerst Diethard zum Geburtstag, bevor die Formalitäten erledigt werden. Eine nette Geste, wir sind erstaunt, woher sie das überhaupt weiß. Sie bringt uns zum Zimmer, der guide begleitet uns, was ungewöhnlich ist. Die beiden freuen sich über unsere erstaunten Gesichter, als wir das luxuriöse runde Zimmer sehen, das in einen Turm gebaut ist und bleiben erwartungsvoll stehen. Wir wissen nicht so recht, warum. Der guide zeigt auf den Tisch, wo eine Flasche Wein steht und ein kleiner Karton „This is a present for your birthday“. Eine hübsche kleine Geburtstagstorte ist im Karton. Diethard ist sprachlos. Diese Überraschung hätten wir wirklich nicht erwartet, noch dazu hier bei dem ungeplanten Zwischenstopp. Ein schönes Geburtstagsgeschenk, strahlt Diethard. Die Nacht im Wüstencamp war zwar urig, aber diese Umgebung gefällt uns doch weitaus besser. Es gibt sogar heißes Wasser. Welch Luxus. So genießen wir das erfrischende Bad in unserer Suite, die leckere Ananas-Torte auf der lauschigen Terrasse, das umfangreiche Büfett beim Abendessen, freuen uns an den Späßen mit den freundlichen Kellnern, bewundern den schönen, gekonnt beleuchteten Garten, in dem wir sitzen, und sind einfach glücklich.
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