Samstag, 4. November 2006 |
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Frühstück in der WüsteHeute hat Diethard Geburtstag. Der wird uns sicher unvergesslich bleiben. Das Frühstück gibt’s als Roomingservice, natürlich in sehr bescheidener Ausführung.. So knabbern wir Toast mit Marmelade und essen ein leckeres Omelett, während vor uns die Sonne aufgeht. Das Wasser funktioniert nicht mehr, Waschen fällt heute aus, zum Zähneputzen haben wir noch ein wenig Mineralwasser. Wir sind zugegebermaßen gar nicht mal sooo traurig, dass es eine Änderung im Tourplan gab und wir wegen des vorverlegten Flugs von Jodhpur nach Udaipur nur eine Nacht im Zeltcamp bleiben können. Das vorgesehene Sightseeing-Programm bekommen wir trotzdem, wir müssen halt früher aufbrechen, aber das ist nicht weiter schlimm.
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Am Jaisalmeer-SeeAls erstes fahren wir hinunter zum See. Wegen der guten Regenfälle in den beiden letzten Jahren ist er sehr voll. Die Stimmung im Morgenlicht ist umwerfend. Die gelben Sandsteingebäude, weswegen Jaisalmer die „goldene Stadt“ heißt, spiegeln sich im ruhigen Wasser, ebenso kleine tempelartige Gebäude, die im See stehen. Diethard ist verzaubert von dieser Stimmung. „Schöner kann ein Geburtstag nicht beginnen“, meint er. Der Guide holt eine Tüte Toastbrot. Will er uns ein zweites Frühstück machen? Nein, am Ufer lauern hordenweise Catfish, nicht sehr angenehm anzusehende Fische mit langen ... und großen Mäulern. Als wir das Toastbrot in kleinen Stücken ins Wasser werfen, reißen sie sich zu Dutzenden um die Brocken, versuchen sich dabei gegenseitig den Platz streitig zu machen. Ein einziges Gewühle spielt sich vor unseren Augen ab. Wir schlendern weiter am See entlang. Die Stimmung und die ungewohnte Stille verzaubern uns. Auf einem Stein am Wasser sitzt ein alter Mann und spielt leise auf einem indischen Streichinstrument. Mit ihm im Vordergrund schießt Diethard das wohl schönste Foto des ganzen Urlaubs. Die wenigen Händler, die hier so früh schon versammelt sind, verhalten sich sehr zurückhaltend, bedrängen uns nicht. Das setzt sich später auch in der Stadt selber fort, und das ist sehr angenehm. |
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