Freitag, 3. November 2006 |
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Mit dem Laptop ins DorfDas Frühstück gibt’s oben auf der riesigen Dachterrasse mit wunderbarem Blick aufs Land, das hier schon ziemlich steppenartig wirkt. Wieder scheint die Sonne, das Wetter ist gleichbleibend schön. Auch das sehr angenehm. Diethard hat die Idee, die Fotos von gestern auf eine CD zu brennen und sie abzugeben. Irgend jemand im Ort wird sicher Gelegenheit haben, sie anzuschauen und drucken zu lassen. Ashok rangiert durch die engen Gassen, vorbei an Tieren, Lastern und sonstigen Hindernissen. Der Bräutigam sitzt bereits in seinem Laden, seinem Sohn, der ein wenig Englisch spricht, übergeben wir die CD. Ob sie die Bilder gleich mal sehen wollten? Na klar. Also holen wir den Laptop raus und sind sofort umringt von einer Traube Kinder. Ob die Frau auch kommen dürfe, frage ich Ashok. Der Sohn nickt. Ich soll sie aber selbst holen, er bringt mich zu dem Haus, das um die Ecke liegt. Ich werde hereingebeten, soll etwas essen, was ich aber lieber vermeide, indem ich auf meine Uhr zeige und sage, wir müssen gleich weiter, sie solle doch mitkommen. Das Haus ist wirklich gemütlich, ich sehe zwei helle Räume, gefliest, buntbemalt, sehr sauber. Ein paar junge Mädchen stehen darin. Die Braut zieht ihren Schleier vors Gesicht, geht mit, wirft ein paar Blicke auf die Bilder und geht gleich wieder. „Die Frau gehört ins Haus“, erklärt Ashok.
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Hüttendorf auf dem Weg nach JaisalmerMit viel Winken verabschieden wir uns. Auf geht’s nach Jaisalmer. Die Straße ist gut, die Landschaft abwechslungsreich. Ashok zeigt auf Wildpferde und achtet immer wieder auf gute Fotostops. Zum Beispiel bei einer kleinen Siedlung mit runden Lehmhäusern. Ich bleibe im Auto, weil ich denke, Diethard macht nur ein Foto, aber ein weiterer Wagen hält und ein paar Leute gehen hin zum Dorf. Um unser Auto herum versammeln sich haufenweise Kinder, die an das Fenster klopfen und sich an den Wagen hängen. Wohl ist mir nicht wirklich in meiner Haut. Zum Glück ist der Wagen verriegelt. Im Dorf saubere Lehmhütten, strohgedeckt. Vor allem die Kinder balgen sich, um auf ein Foto zu kommen. Klar wird gebettelt, um einen "Pen" oder 10 Rupien. Anscheinend halten hier öfter vorbeifahrende Touristen, jedemfalls ist gerade auch ein anderer Kleinbus mit Besuchern dort. Die Minuten ziehen sich, bis die anderen zurückkommen. Ich krame ein paar Kulis aus dem Koffer und will sie den Kindern geben, aber erst, wenn wir losfahren. Als Ashok und Diethard eingestiegen sind, will ich die Handvoll aus dem Fenster reichen. Wildes Gebalge. Ein Kuli geht gleich kaputt. Ich mache die Tür schnell wieder zu. Ashok nimmt die Kulis an sich. „Too many“, sagt er, fährt langsam an und gibt die Kulis einzeln den nebenherlaufenden Kindern in die Hand. |
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