Donnerstag, 2. November 2006 |
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Fahrt nach KhimsarDas Royal Camp in Pushkar liegt etwas abseits von Zentrum, 2, 3 km entfernt. Das ist gut so, wie ich nachts festgestellt habe, als ich entfernt die Musik hörte. Sicher ist in dieser unglaublichen Menschenmenge, die da in Zelten und sicher teilweise auch unter freiem Himmel schläft, auch ohne Musik ein hoher Lärmpegel. Beim Frühstück sitzen wir wieder zusammen mit den vier Amerikanern und unterhalten uns lebhaft. Mein Englisch ist ziemlich mangelhaft, aber trotzdem klappt die Verständigung ganz gut. Um 9.00 Uhr steht unser Fahrer bereit, das Packen geht schnell, da ich kaum was ausgeräumt habe. Eigentlich würde ich gerne noch die „Classic Music und Devotional songs“ hören zwischen 9.00 und 10.00 Uhr im Tempel, aber dort kann man nicht parken, sondern muss zu Fuß durch das „crowded“ Lager mit all den Händlern und Zigeunern, was sicher eine halbe Stunde dauern würde. Also auf nach Khimsar, in die Oase der Ruhe, wie es in unseren Unterlagen steht. Die Entscheidung war sicher auch gut, Pushkar ist noch voller als gestern. Knallvoll gestopfte Busse kommen uns entgegen, auch oben auf dem Dach drängen sich die Menschen. Der Fahrer hat alle Hände voll zu tun, uns sicher durch das Zentrum zu bringen. „Not good roads to Khimsar“, hat Ashok gesagt. Damit hat er recht, wie wir sehen und spüren. Es wird kräftig gebaut, allerdings sieht man keinen einzigen Menschen bei der Arbeit. Teilweise nur Schotterpiste, wir kommen anfangs mit 20 km/h voran, ein gewisses „australian-feeling“ stellt sich ein. Die Landschaft präsentiert sich anders als bisher, ein weiter Blick über bewirtschaftete Felder, viele Bäume, keine Slums, kein Abfall am Wegesrand, keine einzelnen Kühe, sondern ganze Herden von Kühen und Ziegen, die teilweise mitten über die Straße laufen, aber dem Hupen Platz machen. Die Straßen bessern sich, wir fahren durch kleine Dörfer. „Tea-Stop?“ fragt Ashok. Diethard trinkt einen Tee, in einem uralten Gaskocher auf der Straße zubereitet. Na hoffentlich schlägt Montezumas Rache nicht zu. Ich probiere das Getränke. Yes, very strong, aber es belebt die Geister.
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Im Ahhichatragarh Fort„Very nice fort on the way”, hat Ashok versprochen. Wir ereichen es nach ein paar Stunden Fahrt. Was mich immer wieder erstaunt, normalerweise finde ich es sehr langweilig, lange Strecken zu fahren, aber hier gibt es so viel zu sehen, dass die Zeit schnell verfliegt. Das Fort – es heißt Ahhichatragarh Fort und liegt bei der Stadt Nagur - ist wirklich toll. 1.000 Jahre alt, die Malereien an den Decken und Wänden schön erhalten. In zehn Jahren, meint Ashok, wird es hier sehr voll werden, wenn hier erst mal ein Hotel gebaut ist und die Anlage für Touristen erschlossen. Irgendein berühmter Mann hat sie erbauen lassen, für seine 15 Frauen. Wirklich sehr gemütlich, diese Gemächer, inklusive Baderaum und einer ausgeklügelten Wasser-Klimaanlage. Ein local guide begleitet uns, seine paar Englischbrocken zusammengewürfelt mit Ashoks Englisch vermitteln uns ein paar Informationen. Ein echtes Kleinod, was Ashok uns da gezeigt hat. Er freut sich, dass wir uns freuen. „You feel happy, I feel happy. Wonderful.“ strahlt er.
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