Dienstag, 31. Oktober 2006 |
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Ankunft in PushkarUnser Fahrer warnt uns in Englisch vor der Abzocke in Pushkar. Auch Sanjay hatte davon gesprochen, dass wir hier nichts kaufen sollten und aufpassen, dass wir keinem Priester in die Hände geraten, die einen mit Glückwünschen überhäufen und dafür sehr viel Geld verlangen. Danke für den Hinweis. Wir werden aufpassen. Unser Tour Guide, so denke ich, wird schon dafür sorgen, dass die uns vom Halse bleiben. Wir überholen einen Pilgerzug und kommen in Pushkar an. Viele Kühe, Pferde, Kamele, so weit das Auge reicht. Woran erkennen die Besitzer wohl ihre Tiere? Das bleibt uns ein Geheimnis. Ein Zeltplatz kommt in Sicht, dazwischen ein riesiges prächtiges Zelt, daneben einfache aufgespannte Planen. Viele Leute auf den Decken, viele Kinder dabei. Wir passieren einen Schlagbaum, erst zahlen, dann weiterfahren. Royal Camp. Der Fahrer biegt in eine kleine Seitenstraße ein. Was wird uns erwarten? Ein Trommelwirbel begrüßt uns. „Welcome for the guests“. Wir steigen aus, in den staubigen Wüstensand und bekommen eine Halskette aus orangefarbenen Blüten umgehängt. Jeder Gast wird so begrüßt. Royal Camp: Luxuszelte, mit allem Komfort ausgestattet, steht im Prospekt. Darauf sind wir gespannt. Sie sehen sehr gemütlich aus, mit orangeroten Innenzelten dekoriert mit richtigen Betten und einem Schreibtisch ausgestattet. Im hinteren Teil, durch einen Vorhang abgetrennt, gibt’s einen Waschraum, mit Toilette und Spiegelwaschtisch. Sogar ein Duschkopf ist montiert. Stolz zeigt uns der Boy, dass da tatsächlich Wasser rauströpfelt. Ein Blick hinter’s Zelt zeigt, wie die Wasserver- und Entsorgung funktioniert: Zwei gefüllte Wassereimer hängen in guter Kopfhöhe auf Gestellen und sorgen so für den nötigen „Wasserdruck“. Für’s Abwasser ist hinter jedem Zelt eine kleine Sickergrube vorhanden. Das Zeltcamp, so erfahren wir später, steht hier tatsächlich nur die 10 Tage, die die Pushkar Mela dauert. Auf- und Abbau dauern auch ebenfalls jeweils 10 Tage. Das Zeltcamp wird insgesamt dreimal im Jahr an verschiedenen Orten verwendet. Strom gibt’s auch für 3 gemütliche Lampen, eine Steckdose wird uns auf Anforderung schnell angeschlossen, so dass wir den Laptop laden können. Da sitzen wir nun, schwitzend und grinsend, das ist nun tatsächlich wieder ein Gegensatz zu den bisherigen Stätten. Mit Camping hatten wir es noch nie, aber das Zelt ist wirklich gemütlich und kuschelig. Und ziemlich warm. Unterm Vorzelt gibt’s einen Stuhl und eine Liege, die wir in den zwei Meter entfernten Schatten stellen wollen. Sofort sprintet ein Boy im Laufschritt 100 m heran, um den zugegebenermaßen schweren Liegestuhl zu bewegen. Der Local Representative von Enchanting India stellt sich vor. Wann wir heute Nachmittag mit unserem Tour Guide losziehen wollen? Um drei. Erst mal einen kühlen Drink im Restaurantzelt und Siesta vorm Zelt. Doch die gelingt nicht so recht, weil immer wieder neue Gäste mit einem Trommelwirbel begrüßt werden. |
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