Montag, 31. Oktober 2006 |
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Der Palast der WindeEin architektonisch außergewöhnlicher Palast. Keine großzügigen Gebäude, sondern eigentlich nur eine Vorderfront mit vielen kleinen Fenstern und Brüstungen dahinter, damit die Frauen das Geschehen draußen beobachten konnten, ohne selbst gesehen zu werden. Nur die Front ist interessant, sagt Sanjay. Rein zufällig hat er einen ‚Freund’, dem er im Vorübergehen einen Schein in die Hand drückt, dessen Haus auf der gegenüberliegenden Seite steht. Hier dürfen wir zur Dachterrasse hinaufklettern. Der Blick von hier aus auf die Front ist wirklich Klasse. Der Hausbesitzer scheint viele Freunde zu haben, als wir wieder unten sind, kommen schon die nächsten Touristen.
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Das ObservatoriumDann gehen wir in das Observatorium Jantar Mantar, das Jai Singh II. vor über 200 Jahren erbauen ließ. Ein spezieller Guide führt uns durch die große Anlage, die mit astronomischen Instrumenten oder besser Bauwerken bestückt ist. Als erstes sehen wir eine Sonnenuhr, exakt nach Norden ausgerichtet eine Rampe im Winkel von 27 Grad, weil Jaipur in 27 Grad nördlicher Breite liegt. Hier lässt sich die lokale Zeit auf 20 Sekunden genau ablesen. Weiter hinten sehen wir die größte Sonnenuhr der Welt, zehnmal größer als die erste, aber nach demselben Prinzip arbeitend. Hier lässt sich die Zeit seit über 200 Jahren auf zwei Sekunden genau ablesen! Andere Instrumente zeigen in großen, in den Boden eingelassenen Halbkugeln die Tierkreiszeichen und die jeweiligen aktuellen Aszendenten. Diese wechseln, so lehrt uns der Guide, alle zwei Stunden, und genau kann man dies am Schatten der Instrumente ablesen. Ebenso der aktuelle Sonnenstand. Da Jaipur ca. 3 Grad nördlich des nördlichen Wendekreises liegt, steht die Sonne nie ganz senkrecht, und den aktuellen Winkel kann man wieder genau am Schatten eines langen Stabes ablesen. |
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