Mittwoch, 25. Oktober 2006 |
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Der Birla-TempelFrisch gestärkt, trotzdem müde von der Temperatur, der Zeitumstellung und den vielen Eindrücken machen wir uns auf zur letzten „Rosine“, dem Birla-Tempel, auch bekannt als Lakshmi Narayan Tempel. Dieses Hindu-Heiligtum gehört zu den populärsten Tempeln in Delhi und ist ein Wahrzeichen der Stadt. Er ist der Glücksgöttin Lakshmi und ihrem Mann Narayan, einer Inkarnation des Welterhalters Visnu gewidmet, und von Mahatma Gandhi eingeweiht, der 1939 in nahe gelegenen Birla-Haus lebte. Fotografieren darf man hier nicht. Jedenfalls nicht als Tourist. Kaum sind wir ausgestiegen, umringen uns auch schon die Verkäufer, die uns ein „Lebenslang Buch Von 21 Bilder von Birla Mandir“ verkaufen wollen. Die deutschen Übersetzungen sind ziemlich gewöhnungsbedürftig und oft auch bei mehrfachem Lesen nicht verständlich. Im Tempel das übliche Ritual: Schuhe aus. Schultern bedecken. Brav stellen wir unsere Schuhe am Eingang ab, später sehe ich viele Einheimische, vor allem Jugendliche, die ihre Schuhe in der Hand tragen. „Aus gutem Grund“, lächelt Sanjay auf meine Frage. Um unsere Latschen brauchen wir keine Angst zu haben, die können wir unbesorgt abstellen. Viele Menschen sind da, Frauen tragen einen roten Farbpunkt auf der Stirn, viele Männer auch. „Als Schutz vor dem bösen Blick“, klärt Sanjay uns auf. Nur wenige europäische Touristen sind unterwegs, kleine Kinder bestaunen uns. Die Erwachsenen verrichten ihre Gebete. Fünfmal am Tag. Man muss dazu natürlich nicht immer in die Moschee gehen, aber die Leute, die hier sind, lassen sich in ihrer Andacht nicht stören durch die vielen Umherlaufenden.
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