Dienstag, 24. Oktober 2006 |
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Alle Papiere sind gerichtet und fünfmal gecheckt. Das Bügeleisen ist aus, die Koffer stehen gepackt. Sparsam mit Klamotten, weil ich lieber Geschenke mitgenommen habe - Kulis, Luftballons, Gummibärchen, Kosmetikzeugs, Bleistifte, Lineal, Hefte. Für unser Patenkind in einem Dorf in der Nähe von Puna, das wir besuchen werden, aber auch für unsere Fahrer und Reiseleiter, die, wie sich später zeigt, auch sehr über diese „gifts“ freuen. Wir fliegen mit Air India. Der Jumbo ist fast voll, die Sitze ziemlich eng. Wir starten pünktlich, siebeneinhalb Stunden Flug liegen vor uns. Für uns ist Mitternacht, als wir landen, in Indien ist es 3.30 Uhr morgens. Unsere schwarzen Gepäckstücke sind mit Kofferbändern gekennzeichnet und zusätzlichem roten Geschenkband. Gute Idee, wie sich zeigt in der Flut der schwarzen Koffer, die auf dem Band heranrollen. Gegen halbfünf laufen wir durch die Sperre, studieren die vielen Schilder. Da steht ein strahlender Inder, ein Schild WEHN in der einen Hand, einen großen Strauß schöner roter Rosen in der anderen, die er mir überreicht. So perfekt, wie die aussehen, denke ich, die sind sicher unecht, und freue mich über den unerwarteten Gruß von enchanting india. Raus aus dem Flughafen. Die Luft ist wahrhaft atemberaubend. Smog? Nebel in der Luft, es riecht seltsam. Ist das immer so? Nein, nur jetzt, meint der Transfermanager. Der Fahrer ist auch schon da, die Koffer werden verstaut, eine gute halbe Stunde fahren wir durch Delhi. Der Linksverkehr ist überraschend. Die Straßen sind leer um diese Zeit, wir kommen wunderbar durch. Das Ambassador Hotel macht einen guten Eindruck, die Formalitäten sind schnell erledigt. Wann wir morgen früh loswollen, können wir selbst bestimmen. Bei Enchanting India ist alles well organized, strahlt unser Transfermanager. Hat er recht, wie sich im Verlauf der Reise immer wieder bestätigt. Es ist fünf Uhr morgens. Ein paar Stunden Schlaf wären schön. Wir verabreden uns um halbelf. Jetzt aber nichts wie ins Bett. Aber wo geht das Licht aus? Wir irren im Zimmer umher, schalten alles ein und aus, es bleibt hell erleuchtet. Bis wir dann die Schalttafel auf meinem Nachttisch entdecken und es uns gelingt, auch dem blauen Nachtlicht den Garaus zu machen. Der Schlaf ist gerettet...
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