Adelaide 

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Der Flug startet um kurz nach zehn. Die Flugzeit beträgt ca. zweieinhalb Stunden. Doch wir kommen erst um 15.15 Uhr an. Zwar ist der Zeitunterschied zwischen Perth und Adelaide nur eineinhalb Stunden, aber in West Australia gibt es das Daylight-Saving (Sommerzeit wie bei uns) und somit eine weitere Stunde Zeitunterschied. 

Das australische Frühstück ist in der Regel teuer und im Zimmerpreis meist nicht inbegriffen. Im Emerald Hotel kostet ein Continental Breakfast 10 Dollar, für ein sogenanntes Full Breakfast legt man 16 Dollar hin. Ein Continental Breakfast besteht aus Cornflakes, Joghurt, Milch, Orangensaft, Toast, Butter, meist Erdbeer- und Orangenmarmelade, Erdnussbutter und Vegemite. Diesen ausgefallenen Brotaufstrich sollte man unbedingt mal probieren, aber seeehr vorsichtig. Schmeckt irgendwie wie eine Mischung aus Terpentin und Öl und die Geister scheiden sich arg daran.    

Zum Full Breakfast gehören noch Eier, Schinken, Würstchen, manchmal auch Nudeln in Tomatensoße. Nicht unbedingt das, worauf ich am frühen Morgen Appetit habe. Ich esse gerne Käse zum Frühstück, doch den sucht man in den meisten Hotels vergeblich.  

Wer ein bisschen Zeit hat, kann sich auch bestens selbst versorgen. In australischen Hotels  findet man überall einen Wasserkocher, Tee- und Instantkaffeebeutel, Milch und Zucker. Zumindest in den Best Western Hotels war bisher auch immer ein Toaster vorhanden,  sowie einen Kühlschrank, und  oft auch eine Mikrowelle.

Doch wir kommen meist nicht zum Einkaufen und da wir am nächsten Morgen schon früh fliegen, schlage ich vor, am Flughafen zu frühstücken statt im Emerald Hotel. Keine gute Entscheidung, wie sich zeigt. Denn am Domestic Flughafen ist die Auswahl sehr gering, es gibt nur ein paar lieblos angerichtete Sandwiches, die aber zum stolzen Preis.

Einen stolzen Preis verlangt man hier auch für die Trolleys, um die Koffer zu befördern. Drei Dollar, steht drauf, muss man einwerfen. Wir gehen natürlich davon aus, dass wir die wieder kriegen, nachdem die Koffer aufgegeben sind. Irrtum. 20 Cent spuckt der Wagen noch aus. 

Aber es gibt Internetanschluss am Flughafen. Zwei Geräte mit Münzbetrieb. Eins ist kaputt. Das andere funktioniert auch nicht richtig. Nachdem die Verbindung mehrmals zusammengebrochen ist, geben wir auf. Ist sowieso inzwischen Boarding-Time.

Die zweieinhalb Stunden sind schnell vorbei. Das übliche Essensritual, danach noch eine Stunde Reisebericht schreiben mit dem Notebook. Ist schon eine praktische Sache und funktioniert auch auf den engen Flugzeugsitzen ganz gut. Es darf natürlich nicht während Start und Landung benutzt werden.

Der Flughafen in Adelaide ist klein. Dauert nur ein paar Minuten, bis wir am Laufband stehen, und die Koffer rollen schon. Draußen scheint zwar die Sonne, aber ist es kalt und windig. Es fühlt sich so ähnlich an wie ein Sommertag an der Nordsee. Der Taxifahrer zuckt die Schultern: „It’s like a winterday for us.“ Später hören wir in den Nachrichten, dass es der kälteste Sommeranfang ist seit 1969, und in der Zeitung ist die Meldung auch zu lesen...  

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Impressionen aus Adelaide

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