22. Oktober: Einleben im Magic Life

Sharm-el-Sheikh

Erster Tag im Magic Life

Beim Frühstück trifft man sich auch ohne Verabredung wieder. Die „alten Hasen“ klären uns auf, wo es was gibt und was man tun kann. Ich fühle mich schlapp wie ein nasser Sack und trotte dem Liebsten verschlafen hinterher. Um halbzehn präsentiert TUI die Ausflüge, die möglich sind. Acht Leute finden sich ein. Silke Stahl, sie ist „Guest Service Manager“ im Hotel, schaut sich um. „Oh, wo haben Sie denn die anderen 60 Neuankömmlinge gelassen?“

Wahrscheinlich sind die am Pool oder am Meer. Aber dafür ist noch lange genug Zeit, denke ich. Die Info-Veranstaltung kann ja interessante Informationen bringen. Der TUI-Mensch führt uns in einen separaten Raum. Sieht aus wie ein Seminarraum. Wir acht verlieren uns fast darin. Er stellt die Ausflüge vor, erzählt über Land und Leute und abenteuerliche (Fahr)Gewohnheiten, über Muscheln – streng verboten, sie mitzunehmen, das kann böse Folgen haben - und zeigt per Beamer ein paar Bilder von den Ausflügen und von Sharm el Sheikh. Manches klingt einerseits verlockend, andererseits ist im Moment unser Bedarf an Sightseeing gedeckt. So war es auch vorgesehen, eine Woche Rundfahrt, eine Woche Relaxen im Märchenparadies. Mal schauen, wie sich die Stimmung in den nächsten Tagen entwickelt. Es läuft uns ja nix weg. Nach Sharm el Sheikh wollen wir auf alle Fälle fahren.

Im Moment sind wir aber beide einfach nur unglaublich müde, bringen den Kreislauf mit einem ausgedehnten Strandspaziergang und mit „Indoor-Aktivitäten“ in Schwung, genießen den Relaxing-Pool vor unserer Tür und die schöne Atmosphäre bei den Mahlzeiten. Es sind übrigens sehr viele Kinder da, aber in den ganzen Tagen hören wir vielleicht drei-, viermal Geschrei, ansonsten scheinen sie sich sehr wohl zu fühlen. Kein Wunder, es wird ja auch viel an Aktionen für sie geboten – Sportliches, Kreatives, sie haben Platz, Wasser zum Rumtoben, und es gibt kein lästiges Elterngenörgel, weil nicht aufgegessen wird oder zu viel Cola getrunken wird. Ist ja alles „all inclusive“, und sie können sich jederzeit nach Herzenslust bedienen, wann immer sie wollen. Mit unseren Kindern haben wir uns vor einigen Jahren im Magic-Life-Club in Tunesien einen „All-Inclusive"-Urlaub geleistet, davon schwärmen sie heute noch.

Irgendwie geht so ein Tag, auch wenn man nichts tut, relativ schnell vorbei. Abends treffen wir uns mit unseren Bekannten vor der Bühne, lümmeln uns in die bequemen Korbsessel, reden über Gott und die Welt, auch über Siemens - das Thema lassen wir aber jetzt ganz schnell!!!, heißt es dann jedes Mal, wenn die beiden Kollegen wieder in Fachsimpeleien verfallen.

Traumhaft schön ist es, in der warmen Abendluft zu sitzen in dieser märchenhaften Kulisse, die gekonnt beleuchtet ist. Das Clubleben ist auch geregelt. Man weiß immer genau, wo was los ist. Mittagessen gibt’s ab 12.30, Abendessen ab 19 Uhr. Tagsüber beim Magic Radio laufen diverse Poolgames und Aerobic-Kurse. Die Show im Amphitheater beginnt um 21.30 Uhr und hier – an dem gemütlichen großen Platz zwischen Rezeption und Restaurant ist es bis 22.30 Uhr ruhig, ein lauschiges Plätzchen zur Unterhaltung. Dann gibt’s Live-Musik, na ja, fast Live-Musik, die Stimmen sind Klasse, Keyboard und Schlagzeug kommen vom Band. Die Tanzfläche ist schnell gefüllt. Um Mitternacht geht’s dann in der Disco mit Tecchno weiter. Aber so lange bleiben wir nicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

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