28. Oktober: „maaßalama“ (Auf Wiedersehen)

Sharm-el-Sheikh - Stuttgart

Abreisetag. Nachts war ich noch zweimal unterwegs, das Immodium scheint langsam zu wirken. Die Koffer sind gepackt, die Klamotten nach dem Zwiebelprinzip bereit gelegt, schließlich haben wir ja noch Zeit und wollen uns noch ans Meer legen. Beim Frühstück verteilen wir Euromünzen an die Kellner und stecken einen Schein in die Gemeinschaftsbox. Um 9 winken wir den anderen noch einmal zu, sie sitzen schon im Bus. Aber wir haben Mailadressen ausgetauscht, und damit die Möglichkeit, in Verbindung zu bleiben...

Wir holen uns noch einmal zwei Handtücher, suchen uns einen schönen schattigen Platz vorne am Meer, lesen ein bisschen und lassen die Wärme und das Rauschen des Wassers noch einmal auf uns wirken. Stecken noch einmal die Füße ins puddelwarme Rote Meer. So ein wunderschöner Urlaub. Wir sind glücklich, dass wir nicht umgebucht haben.

Ein letzter Blick über's Wasser, dann durchqueren wir auf dem Weg zur Rezeption noch eiinmal die Anlage. Ruhig ist es heute, weil Donnerstag der Hauptan- und Abreisetag ist. Mehr als ein bisschen beneiden wir diejenigen, für die heute nicht Abreisetag ist...

Wir unterhalten uns noch ein wenig mit Silke Stahl, der Guest Service Managerin, die ganz andere Wünsche hat: Mal wieder Schwarzbrot essen oder einfach im deutschen Regen stehen. Ja, man sehnt sich immer nach dem, was man gerade nicht hat.

Der Bus kommt zu spät, aber es ist ja nicht weit zum Flughafen von Sharm-el-Sheikh, an dem noch immer gebaut wird, um auch die zukünftigen Touristenströme bewältigen zu können. Und vor dem ein altes Flugzeugwrack liegt und Lust am Fliegen macht. Am Flughafen ist es voll, aber vom angekündigten Chaos ist nichts zu spüren. Flüge nach Rom, Frankfurt, Amsterdam und Stockholm sind angeschrieben. Alles läuft wunderbar. Pünktlich um 13.15 Uhr heben wir ab, und knappe 4 ½ Stunden später setzt unser Flugzeug Stuttgart auf.

Kaum sind wir an der Gepäckausgabe angekommen, rollen schon die ersten Koffer heran. Und unser „fliegender Engel“ ist auch schon da. Draußen ist es kühl, aber nicht kalt, trotzdem sehr ungewohnt nach den vergangenen zwei Wochen. Wenige Minuten später stehen wir im Stuttgarter Feierabendverkehr, doch das Chaos hält sich in Grenzen, so dass wir gegen 19:30 in Herxheim unsere Haustür aufschließen, wo wir uns erst mal durch Berge von Post und Mails wühlen, die sich in der Zwischenzeit angesammelt haben.

Wunderbare 14 Tage sind vorüber. 14 Tage, in denen wir viel Gastfreundschaft erlebt und viele sympathische Menschen kennen gelernt haben. 14 Tage voller Eindrücke, voller Staunen über die Jahrtausende alte Kultur, die Schönheit des Landes und die Freundlichkeit seiner Menschen. Ob wir Ägypten und seine liebenswerten Bewohner wieder sehen werden? Wir wissen es nicht. Jetzt heißt es erst mal „maaßalama“ (Auf Wiedersehen) und „schukran“ (danke).


 

 

[ Galerie ]   [ zurück ]   [ Übersicht ]