Montag, 18. Juni 2007 |
![]() |
||
Auf nach HauseEs ist 16.15 Uhr. Um sechs müssen wir am Flughafen sein. Schade, ich hätte gern noch sov iel gesehen. Aber es ist höchste Zeit, die Koffer aus dem Hotel zu holen und nach Heathrow zu fahren. Pünktlich sind wir da. Ein Blick auf die Anzeigetafel. Der Flug hat eine halbe Stunde Verspätung. Na dann. Wir lassen uns Zeit, essen noch was, lesen ein bisschen, hängen herum und gehen dann – just in time, wie Diethard meint - 45 Minuten vor Abflug durch die Sicherheitskontrolle. Das dauert. Und dauert. Es wird gründlich kontrolliert, alle müssen sogar die Schuhe ausziehen. Diethard wird blass. Nur noch eine Viertelstunde, dann geht unser Flieger. Und der Weg von der Kontrolle zum Gate ist weit, verdammt weit, wie sich erst herausstellt, als wir endlich den Security Check hinter uns haben: Wir müssen zum Gate 56, das ist so ziemlich das letzte, 15 Minuten Gehzeit steht auf einem Schild, in 10 Minuten aber sollen wir abheben. Wir rennen durch die Gänge, über die Laufbänder, hasten vorbei an Reisenden und Koffern. Woher weiß Diethard eigentlich den Weg? Ich renne hinterher. „Scheiße“, höre ich ihn fluchen. „Unser Flug steht auf ‚Gate closing’“. Oh nein. Bitte nicht... Eine Durchsage. Unser Name? Ich vermute es, verstehe aber nix. „Lauf, so schnell du kannst,“ keucht Diethard, „ich kann gleich nicht mehr.“ Endlich, da ganz hinten sehe ich Gate 56. „Slow down“, lächeln die Damen am Gate, die meinen Sprint von weitem beobachtet haben, als ich ihnen Pass und Bordkarte hinhalte. „Is this your husband? You’re faster”, zeigt die eine auf Diethard. „Yeah“, grinse ich, „he’s smoking.” Glücklich und erleichtert steigen wir ins Flugzeug, die Crew lächelt, die Gäste mustern uns kritisch, während wir an ihnen alle vorbeistolpern. Unser Platz ist ganz hinten, in der allerletzten Reihe. Übrigens, wie sich herausstellt, hat die Maschine eine weitere halbe Stunde Verspätung. Also sind wir ganz umsonst gerannt. Das nächste Mal aber, so verspricht Diethard hoch und heilig, machen wir uns etwas weniger „just in time“ auf den Weg…
|
|
||