Sonntag, 17. Juni 2007 |
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Entlang der Themse zur Millenium BridgeWas nun? Zum Tate Modern müssen wir natürlich auf alle Fälle, hat Lars geschrieben, und ein Sunday Roast solltet ihr auch probieren. So schlendern wir den Thames Path entlang, diesmal auf der Westseite. Schlurfen wäre der bessere Ausdruck. Eigentlich wollen wir ja nicht so gerne in den Touristenlokalen essen, wo man meist lieblos und teuer abgefertigt wird, aber im Moment ist uns das egal. Da vorne ist ein Lokal am Wasser, allerdings ist die Terrasse voll besetzt. Wir gehen gleich, bedeutet uns ein Mann. In meinem holprigen Englisch frage ich ihn, wo man denn hier gut essen könne. Oh, lacht er, ich kann Ihnen ein schönes Lokal empfehlen, gar nicht weit von hier. Da waren wir gerade essen, meine Kinder haben mich zum heutigen Father-Day eingeladen. Und schon reißt er den oberen Teil vom Kassenzettel mit den Namen des Lokals ab und zeigt uns den Weg auf der Karte. Eine sehr nette Begegnung - die Familie begleitet uns noch ein Stück und so landen wir im Village East. Hier werden wir ausgesprochen freundlich und nett bedient – die Bedienung freut sich riesig, als ich ihr erzähle, wie wir hierher kommen und den Kassenzettel zeige. Ihr Name steht drauf, Erica, und sie hat die Familie vorhin bedient. Das Essen ist gut, das Lokal schön und noch leer. Wie angenehm nach all den „crowded places“ mit den Menschenmengen und dem Stimmengewirr. Erica nimmt sich Zeit für uns, die Atmosphäre ist entspannt, keine Hektik. Schön. Wir gehen zurück zum Thames Path West. Ein wirklich abwechslungsreicher Weg mit vielen Ein- und Ausblicken. Viele Lokale direkt an der Themse. Ein riesiges Segelschiff dazwischen in einem Bassin, tolle alte Häuser. Wir haben das Tate Modern erreicht, doch das hat sonntags ab 18 Uhr geschlossen. Na gut, gehen wir halt nebenan ins Youngs Founders Arm, direkt an der Themse, gönnen uns einen Drink, genießen den Blick auf die Themse und die Millenium Bridge, die direkt vom Tate Modern zur St. Paul’s Cathedral führt. Eine tolle Brücke, genial die Lage. Da müssen wir jetzt doch noch zum Abschluss des Abends drüber laufen. Ein wunderschönes Bild, denn die Dämmerung ist hereingebrochen und viele Lichter gehen an. Dann reicht’s wirklich für heute. Ab in die U-Bahn. Wie schön, die Station Blackfriars gehört zur Circle-Line, wir müssen nicht umsteigen. Satte 28.000 Schritte auf dem harten Pflaster haben wir heute zurückgelegt, in etwa 16 bis 17 Kilometer.
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