Sonntag, 27. Januar 2008
  Hue: Der Kaiserpalast

Flug nach Hue

Die Nacht war kurz. Um 4.20 Uhr geht es schon los zum Flughafen Hanoi. Unterwegs kommen wir am riesigen Blumenmarkt vorbei. Da ist echt was los und ich hätte das gerne gesehen. Wenn man sowieso so früh aufstehen muss, kommt’s ja auf eine halbe Stunde nicht an. Zu spät. Dafür haben wir keine Zeit.

Der Flieger startet pünktlich um 6.00 Uhr und landet 40 Minuten später in Hue in Zentralvietnam. Ich stelle fest, dass meine Vorstellung, in der Trockenzeit würde es nicht regnen, reichlich naiv war. „In der Regenzeit regnet es viel und es ist warm. In der Trockenzeit im Winter regnet es wenig und es ist kalt“, belehrt mich eine Mitreisende im Flughafen, während wir auf die Koffer warten. Meine Nase läuft, ein heftiger Schnupfen ist im Anzug, die Stimmung sinkt. Wir hatten sehr gehofft, dass es hier in Zentralvietnam viel wärmer sei als im Norden. Immerhin haben wir doch hier heute 18° und die Regenjacke wird zu warm.

Unser Guide Hoa steht pünktlich bereit. Ein ganz Lieber, der uns die nächsten Tage sehr umsorgt, mit Medikamenten, Bananen und Orangen , aber leider auch nur sehr wenig Deutsch kann. „Hotel später“, meint er, „jetzt nicht sauber“. Die Kaiserstadt Hue soll wunderschön sein, haben wir im Reiseführer gelesen.

 

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Der Kaiserpalast

Ja, den Eindruck gewinnen wir auch. Hue liegt am Song-Huong, dem Fluss der guten Düfte. Den Namen verdankt er den Blütenblättern, die auf seinem Wasser treiben. Wirklich sehenswert ist der alte Kaiserpalast mit seinem prächtigen Thronsaal. Die gesamte riesige Zitadelle wurde nach strengen astrologischen Gesetzen gebaut, und die Harmonie zwischen Natur und Kultur steht im Vordergrund. Was für eine Pracht in all diesen Palästen und Tempeln mit der rot-goldenen Ausstattung, dem morbiden Charme der halbverfallenen Ruinen, dem Glanz der restaurierten Gebäude, den weitläufigen Parkanlagen und den stillen großen Lotusteichen. Gemächlich und friedlich schlendern wir durch das große Areal und genießen die Ruhe und Harmonie, manchmal kommt eine Reisegruppe in Sicht, aber dann biegt Hoa wieder in eine Seitentür ein und zeigt uns ein weiteres Kleinod.

Um 9.00 Uhr beginnt eine halbstündige Tanzshow, entnehme ich einem Schild. Umgerechnet 3 Euro, das ist uns das Vergnügen wert. Wir sind die einzigen, die auf den rot-goldenen Stühlen Platz nehmen und so erleben wir eine private nette Show nur für uns.