Freitag, 18. Januar 2008
  Phnom Penh: Königspalast und Nationalmuseum

Der Königspalast

Noch habe ich bedeckte Schultern, schließlich kommen wir aus Deutschland und sind daher für die tropischen Temperaturen sowieso viel zu warn gekleidet. In Jeans und Sportschuhen machen wir uns auf zur Thronhalle. Wie immer an Tempeln ziehen alle die Schuhe aus, aber Socken sind erlaubt.

Der Königspalast dient seit 1939 wieder als Residenz des Königs von Kambodscha, aber ein Teil des Geländes mit der Silberpagode (sie heißt so, weil der Boden mit 5.000 silbernen Kacheln ausgelegt ist) und den umliegenden Gebäuden steht Besuchern offen. Immer wieder beeindruckend, diese Architektur der Tempel mit den hellen, freundlichen Farben und exotischen Formen. Ein pompöser riesiger Palast steht inmitten all der Armut ringsherum, mit vielen großen Pflanzen, die eifrig gewässert werden. Muss ein Mordsaufwand sein, das alles zu erhalten.

Fotos drinnen sind verboten, schließlich sollen die Touristen lieber Fotobände oder Ansichtskarten kaufen. Die Händler sind allerdings erfreulicherweise sehr zurückhaltend, sie zuppeln nicht permanent an einem herum, wie wir es aus vielen anderen Ländern kennen.

Der Kreislauf läßt grüßen und die Hitze will verkraftet werden. Zwar herrschten gestern auch in Deutschland milde Temperaturen um die 10°, aber hier sind es über 30°. Zum Glück ist es jetzt in der Trockenzeit keine schwüle Hitze, so dass wir gut damit zurechtkommen. So hangeln wir uns von Schattenplatz zu Schattenplatz, während Sam so gut wie möglich und an Hand schriftlicher Unterlagen die Gebäude erklärt und uns über den „Kooonich“ (König) berichtet.

Dieser hat im Grunde nur eine repräsentative Funktion – die Geschicke des Landes bestimmt die Cambodian People’s Party, die sich um vieles kümmert, aber weniger um die Interessen des kambodschanischen Volkes. Eine nennenswerte organisierte Opposition, so erfahren wir später, gibt es in diesem Land zur Zeit aber nicht.

 

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Das Nationalmuseum

Anschließend fahren wir zum Nationalmuseum, das 1917 zu Ehren von König Sisowath eröffnet wurde, und mit seinen 5.000 Objekten, die man hier bewundern kann, einen Überblick über die Periode von Angkor bietet.

 

 

 

Absackercocktail am nächtlichen Swimmingpool

Noch einen Zwischenstopp legen wir ein am Mekong Fluss, dann sind wir restlos erledigt. Inzwischen ist es 17 Uhr vorbei. Bona, ein umsichtiger Fahrer, der sich gekonnt durch den asiatischen dichten Verkehr schlängelt, bringt uns zu unserem Hotel - eine ansprechende Anlage, mitten in der Stadt, mit einer repräsentativen Empfangshalle mit Bar und Restaurant und einem schönen Swimmingpool im Innenhof mit Palmen und schattigen lauschigen Plätzchen.

Die Koffer werden ins Zimmer gebracht, wir machen uns kurz frisch, raffen die letzten Kräfte zusammen und lassen uns im Restaurant nieder, das gerade geöffnet hat und in dem wir wirklich lecker essen. Gott sei Dank hab ich eine Stola zum Wärmen dabei, aus Erfahrung weiß ich, dass in tropischen Ländern oft in Restaurants die Klimaanlage kühl bis saukalt bläst.

Danach noch ein Absackercocktail im Swimmingpool? Na klar. Was für ein wunderschöner warmer Abend. Hier draußen in der tropischen Nacht liegen wir nun auf Liegestühlen, umgeben von Palmen und duftenden Blumen, trinken unseren Cocktail, strahlen uns an, und sind rundrum glücklich. Um halbneun sinken wir müde ins Bett.