22./23. Juli: Ein Kenia-Urlaub geht zu Ende
Freitag, 22. JuliEinen Faulenzertag wollen wir heute einlegen. Sonne, Strand, Meer. Doch die Sonne verschwindet heute hinter Wolken, es weht ein kühler Wind, schließlich ist in Kenia noch Winter. Ich bin sehr glücklich, dass wir heute keinen Ausflug machen, denn Montezumas Rache hat mich voll erwischt.
So setze ich mich auf unseren schönen Balkon, hole den Laptop raus, in dieser schönen Umgebung fließen die Gedanken. Lange schreibe ich am Reisebericht, schlucke brav Immodium, packe zwischendurch die Koffer, bleibe immer schön in der Nähe der Toilette.
Um 14.00 Uhr sind wir verabredet am Strand mit Hassan – mit dem Wörterbuch als Geschenk im Gepäck. Er freut sich sehr drüber. Die Bewerbung hat er dabei. Ich verabschiede mich sehr plötzlich in eine unbeobachtete Ecke, mir ist alles egal. Hoffentlich wird das morgen irgendwie besser, in dem Zustand kann ich unmöglich fliegen. Die Immodium sind fast aufgebraucht.
Diethard schreibt noch einen Empfehlungsbrief für Hassan, dann geben wir die Bewerbung an der Hotelrezeption ab, genießen unseren letzten Abend am leckeren Büfett und in fröhlicher Runde mit den Deutschen.
Samstag, 23. Juli
Am nächsten Morgen geht’s früh los, um 6.30 Uhr. Man weiß ja nicht, wie lange die Wartezeit an der Fähre auf dem Weg nach Mombasa dauert. Doch wir kommen gut durch, der Flieger geht erst in drei Stunden. Zeit, um am Reisebericht weiterzuschreiben. Der Flug startet planmäßig. „Das Wetter in Deutschland verrate ich Ihnen noch nicht“, sagt der Kapitän. „Ich möchte Sie nicht erschrecken.“
Ein letzter Blick aus dem Flugzeug auf den Kilimanjaro. Dann geht es über ganz Kenia, einen Zipfel von Äthiopien, den Sudan und Ägypten zum Mittelmeer, weiter über Kreta, an Athen vorbei, Tirana, die kroatische Küste hinauf nach Österreich. Lesen, Essen – die gut acht Stunden Flugzeit sitzen wir ab, den Tagesflug empfinde ich als viel angenehmer als den Nachtflug. Schön ist auch, dass es kaum Zeitunterschied gibt und somit auch kein Jetlag zu überwinden ist.
Planmäßig kommen wir auch in Frankfurt an, das Wetter hat sich etwas gefangen. Immerhin gut 20 Grad und nur leicht bewölkt. Die ersten 6750 km heute haben wir pünktlich bewältigt, aber jetzt hat unser ICE nach Karlsruhe 20 Minuten Verspätung, doch es reicht noch für den Anschlusszug in Mannheim. Das Haus steht auch noch, die Post häuft sich, der email-Account begrüßt mich mit 500 Mails. Der Alltag hat uns wieder.
Hakuna matata…
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