Inhalt



Kuba-Rundreise 2012

Flug nach Holguin

Hotel in Don Lino und Kubanische Standards

Birán – Fidel Castros Geburtsort

Kubanischer Alltag in Holguin

Bariay, Indianertänze und geworfenes Eis

Besuch in Holguin

Stadtbesichtigung in Bayamo

Im Hotel in Bayamo

Bayamo – Las Tunas – Santa Lucia (ca. 170 km)

Santa Lucia

Camagüey

Sancti Spiritus und das Tal der Zuckermühlen

Trinidad

Cienfuegos und Fahrt nach Havanna

Havanna

Havanna: Rummuseum und Altstadt

Kutschfahrt durch Havanna

Buena Vista Social Club

Havanna – Viñales – Havanna (410 km)

„Mural de la Prehistoria“ und Vinales

Auf Hemingways Spuren

Festung „San Carlos de Cabana“ und die Altstadt

Havanna – Guamá – Santa Clara - San José del Lago (425 km)

Che Guevara Memorial in Santa Clara

San Jose del Lago – Guardalavaca (460 km)

Ausgesperrt im Hotel Brisas

Entspannende Tage im Hotel Brisas

Auf dem Weg nach Hause

Kuba heute und morgen




Zu unseren anderen Reiseberichten, Impressum etc.

12.12.2012

Buena Vista Social Club

Unter der Fahne des durch den amerikanischen Musiker und Produzenten Ry Cooder sowie den gleichnamigen Film von Wim Wenders Ende der 90er Jahre bekannt gewordenen Projektes „Buenavista Social Club“ segelt eine Veranstaltung, die wir am Abend besuchen. Offiziell heißt sie „Tradicionales de los 50 con invitados de Buenavista Social Club“ – also in etwa „Traditionelle Musik der 50er Jahre mit Gästen aus dem Buenavista Social Club“. Was natürlich hängen bleibt, ist der Begriff „Buenavista Social Club“, aber da aus dem damaligen Projekt heute nur noch zwei der damaligen Teilnehmer am Leben sind, kann es eh nicht „das Original“ sein. Artikel im Internet über dieses Projekt zeigen den im wesentlichen kommerziellen Hintergrund: „The project consists on the launching of a new offer as commercial strategy on the part of the Museum of the Rum, with the objective of increasing revenues in the Bar - Restaurant located inside the same one…”

Wie auch immer: Es wird Musik geboten im Stile des ursprünglichen Buenavista (= ein Stadtteil von Havanna) Social Club, dargeboten von älteren bis betagten Damen und Herren und Begleitmusikern jüngeren Alters. Also im Prinzip wie das Original.

Vom Bus laufen wir über denselben Platz, an dem wir auch tagsüber waren: im Dunkel mit dezent angeleuchteten Gebäuden wirkt er völlig anders. Der Raum ist mit Tischen und Stühlen vollgestellt, es ist nur schwer möglich, auf die Toilette oder sonst wohin zu kommen. Als wir kommen, ist eine andere Touristengruppe noch am Essen – die entsprechenden Düfte wirken erst einmal befremdlich.

Buena Vista Social ClubDann geht irgendwann die Musik los, für knappe 1 ½ Stunden. Ja, es macht Spaß, es ist die „Musik von damals“, wie man sie aus dem Film kennt, und ob die Akteure hier nun ebenso gut, bekannt oder erfolgreich sind wie die Originale, das können wir gar nicht beurteilen.

Geht es zunächst noch relativ ruhig zu, so kommt im Verlaufe des Abends mehr Action auf. Eine farbige Sängerin mit Perücke – bei näherem Hinsehen hat sie kaum Zähne im Mund – bewegt sich singend durch die Reihen, ein anderer Sänger bringt den Saal in Bewegung, in dem er trotz der beengten Sitzverhältnisse viele Besucher zu einer Polonaise animiert.

Gegen halbzwölf sind wir wieder zurück. Ein Absackerbier ist heute nicht mehr nötig. Wir wollen schlafen.




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