Beobachtungen am Wasserloch
Wenige Meter von unserem Buschhaus verläuft der Zaun des Tsavo-Parks. Der knapp zwei Meter hohe Elektrozaun bietet offenbar genug Schutz - während alle anderen Tiere respektvollen Abstand bewahren, sind es lediglich die Affen, die sich nicht davon aufhalten lassen und hin und wieder unten durchkriechen.Direkt auf der anderen Seite des Zauns ist das künstliche Wasserloch, das über eine kleine Pipeline mit Frischwasser versorgt wird - ein attraktiver Anziehungspunkt für alle Arten von Tieren.
Ob früh am Morgen, am Nachmittag und Abend oder auch während der Nacht - es war eigentlich immer was los. Keine 20m von uns entfernt tummelten sich dort Elefanten, Gnus, Büffel, Antilopen und andere Tiere - in kleineren oder auch größeren Gruppen.
Besonders lustig waren die Elefantenfamilien, meist zwischen 5 und 12 Tieren, mit einigen Jungtieren dabei. Im Abendlicht waren sie gut als "rote Elefanten" zu erkennen, da sie sich gerne mit der roten Erde einstäuben oder einschlämmen. Immer wieder kam es zu kleineren Auseinandersetzungen am Wasserloch - das Leittier verscheuchte einen anderen, die älteren Geschwister die jüngeren, obwohl doch letztlich für alle genug Platz und Wasser da war.
Besonders die Elefanten ließen sich von der nahen Anwesenheit von uns Menschen in keiner Weise beeindrucken. Es waren eher die doch so martialisch aussehenden Büffel, die leichter reißaus nahmen, wenn sich ein menschliches Wesen am Zaun bemerkbar machte.
Alles in allem ein großartiges Erlebnis, Tiere in quasi "freier Wildbahn" aus dieser Nähe zu beobachten.
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