Mai 2005: Fahrt mit dem Heißluftballon über Karlsruhe

Nach der Fahrt

Der Ballon lag ausgebreitet auf der feuchten Wiese, wir standen bibbernd unschlüssig herum, während der Pilot über Funk versuchte, die Begleitfahrzeuge zu lotsen. Inzwischen war es kalt geworden, doch bei der Arbeit wurde es uns wieder warm. "Alle mit anpacken. Schulter an Schulter. Die Luft muss raus." So drückten und quetschten wir mit vollem Körpereinsatz die Luft stückchenweise aus dem Riesengebilde und stopften die Stoffmassen mit vereinten Kräften in eine "Tasche" (so ein Ballon kostet übrigens 40.000 Euro). Gab viel zu lachen dabei. Die Begleitfahrzeuge hatten uns - bzw. den Bauernhof auf dem Hügel mit den großen Heuballen davor noch nicht gesichtet. Bis wir fertig waren mit Aufräumen, trudelten sie ein. Ob sie uns nun mit Hilfe der mündlichen Angaben oder der Koordinaten von Kurts GPS gefunden hatten? Hab ich nicht mitgekriegt. "Wir brauchen noch ein paar Mann". Der Ballon wurde auf den Anhänger gehievt, der schwere Korb ebenso, das Ganze sicher verstaut. Da standen wir nun, inzwischen durchfroren, die Schuhe voller Lehm, strahlten über alle Backen, bekamen ein Glas Sekt in die Hand gedrückt und wurden "getauft", indem der Pilot den Korken in sein Glas tauchte, jedem in der Runde einen "Sektstempel" aufdrückte, während er das Fliegergebet aufsagte...

Ab gings in den warmen Wagen, zurück zum Schloßplatz, wo sich die Teilnehmer in alle Winde zerstreuten. "Bin gespannt auf die Bilder", meinte Diethard und setzte sich sofort zu Hause an den Rechner. Um halbeins waren sämtliche Bilder gesichtet und hochgeladen. Wir freuten uns drinnen tierisch, während es draußen schüttete wie aus Kübeln. Weil wir solches Glück mit dem Wetter hatten...

 

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