Inhalt



Kuba-Rundreise 2012

Flug nach Holguin

Hotel in Don Lino und Kubanische Standards

Birán – Fidel Castros Geburtsort

Kubanischer Alltag in Holguin

Bariay, Indianertänze und geworfenes Eis

Besuch in Holguin

Stadtbesichtigung in Bayamo

Im Hotel in Bayamo

Bayamo – Las Tunas – Santa Lucia (ca. 170 km)

Santa Lucia

Camagüey

Sancti Spiritus und das Tal der Zuckermühlen

Trinidad

Cienfuegos und Fahrt nach Havanna

Havanna

Havanna: Rummuseum und Altstadt

Kutschfahrt durch Havanna

Buena Vista Social Club

Havanna – Viñales – Havanna (410 km)

„Mural de la Prehistoria“ und Vinales

Auf Hemingways Spuren

Festung „San Carlos de Cabana“ und die Altstadt

Havanna – Guamá – Santa Clara - San José del Lago (425 km)

Che Guevara Memorial in Santa Clara

San Jose del Lago – Guardalavaca (460 km)

Ausgesperrt im Hotel Brisas

Entspannende Tage im Hotel Brisas

Auf dem Weg nach Hause

Kuba heute und morgen




Zu unseren anderen Reiseberichten, Impressum etc.

16.12.2012

Ausgesperrt im Hotel Brisas

In der Dunkelheit kommen wir an. Das Hotel Brisas in Guardalavaca macht einen guten Eindruck, nicht nur wegen des Cocktails, mit dem wir begrüßt werden. Auch den Hotelbewertungen im Internet hatten wir entnommen, dass das wohl das beste Hotel der ganzen Reise sein sollte.

Wo ist unser Bungalow? Das Suchspiel kennen wir schon, in der weitläufigen Anlage ist das gar nicht so einfach, aber irgendwann haben doch alle ihr Zimmer gefunden. Die Koffer sind zwei Treppen hochgeschleppt, die Tür klemmt ziemlich, aber sie lässt sich mit ein wenig Gewalt dann doch öffnen.

Ausgesperrt im Hotel BrisasDas Zimmer ist schön groß, behaglich eingerichtet, geräumiges Bad, auch ein klitzekleiner Balkon dabei, kaum 30cm breit. Diethard geht gleich mal raus, um eine Zigarette zu rauchen. Die Balkontür geht nicht sofort auf, da entdecken wir unten an der Türe den kleinen Riegel, der seinen Stift im Zimmerboden versenkt hat. Also kein Problem. Monika kommt mit, die Aussicht bewundern. Und weil es drinnen hell ist, zieht sie die Tür zu, damit die Moskitos draußen bleiben. Das ist ein Fehler, wie sich zeigt. Denn nun lässt sich die Balkontür nicht mehr öffnen, ist innen doch der Stift jetzt wieder in sein zugehöriges Loch gerutscht. Wir rütteln fest – es ist eine Alutüre, keine Chance, und wir stehen hier im 2. Stock.

Wir schauen uns an, wissen nicht recht, ob wir lachen oder fluchen sollen. Das Problem: unsere Villa liegt ziemlich am Ende der Anlage, durchaus möglich, dass hier kaum jemand wohnt außer uns. Der Balkon geht nicht auf einen Weg, sondern zum Nachbarhaus. Es ist dunkel, weit und breit kein Mensch zu sehen, keine Chance, hier aus dem zweiten Stock über das Vordach hinweg runter zu klettern.

Nach einer Viertelstunde – einer gefühlten Ewigkeit – kommt ein Mensch unten auf der Straße vorbei. Wir rufen, so laut wir können, um Hilfe. Aber der Mann geht ungerührt weiter, ohne sich umzuschauen. Selbst wenn er uns gehört hat – wir sind schlecht zu sehen hinter dem Blätterdach.

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Wir haben Glück, ein paar Minuten später läuft ein Franzose unten auf der Straße entlang, der auf unsere lauten Hilfeschreie reagiert, suchend zwischen den Villen umherläuft und uns schließlich entdeckt. „Give me five minutes“, lacht er, notiert sich unsere Zimmernummer und ist weg.

Zehn lange Minuten vergehen, dann kommt er zurück. Noch ein paar Minuten Geduld, sagt er, es wird gleich geöffnet. Nach einer Weile kommt auch das Zimmermädchen und erlöst uns aus der misslichen Lage.

Ein Konstruktionsfehler ist es allemal, denn die Balkontür darf nicht von alleine schließen, wenn man draußen ist. Wir sind heilfroh, dass wir uns so früh am Abend ausgeschlossen haben, als noch jemand unterwegs war – wäre das später passiert, hätten wir die Nacht stehend auf dem Balkönchen erleben dürfen. Bei aller Romantik – die Vorstellung ist nicht wirklich prickelnd.

Unsere Mitreisenden haben uns schon vermisst, es wird ein fröhlicher Abend, als wir von unserem Missgeschick erzählen und den Abend fröhlich an der Bar und bei der Show beschließen.




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